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Atelier für Temporäre Architektur und Neue Medien

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„…entscheidend ist auf dem Platz!“
„…entscheidend ist auf dem Platz!“
„…entscheidend ist auf dem Platz!“
„…entscheidend ist auf dem Platz!“
„…entscheidend ist auf dem Platz!“
„…entscheidend ist auf dem Platz!“
„…entscheidend ist auf dem Platz!“
„…entscheidend ist auf dem Platz!“

„…entscheidend ist auf dem Platz!“

2018

– Ausstellung

Sport bedeutet klare Regeln, Punkte, Sieg, Niederlage oder Unentschieden. Das Spielfeld gibt einen Raum vor, und die Kleidung unterscheidet Mitspieler und Gegner. Das Spiel selbst erzeugt Adrenalin, Anspannung und Aufmerksamkeit, setzt visuelle Reize, fordert Reaktionsvermögen und ist eine körperliche Belastung. Das Ziel ist der Erfolg, je nach Sportart kann dies etwas ganz Unterschiedliches bedeuten: Ein Ziel genau zu treffen, einen Ball weit zu werfen oder einen Spielzug mit einem Mitspieler harmonisch zu vollenden. Bei der Integration wird ein Spiel gespielt, dessen Regeln nicht immer sichtbar sind. Sie ist ein langwieriger Prozess, deren Anfang und Ende, deren Qualitäten und Eigenschaften nur subjektiv tatsächlich beurteilt werden können. Dennoch unterliegt Integration auch der öffentlichen Meinung, die ihrerseits von Stimmungen und gesellschaftlichen Trends bestimmt wird.

Der Sport schafft Spielfelder, die in der Gesellschaft als Begegnungsräume zur Integration benötigt werden. Entscheidend ist bei der Integration und dem Sport letztlich das, was tatsächlich geschieht: Begegnung und Auseinandersetzung, Gemeinschaftsgefühl und Konkurrenz, Kritik und Verständnis.

Für das Museum Friedland realisierten wir mit einfachen Mitteln und kleinem Budget die Ausstellung in der Nissenhütte auf dem Gelände des Grenzdurchganglagers Friedland. Die Nissenhütte unterteilten wir in das Spielfeld und in die Kabine. Auf dem Spielfeld verorteten wir die sechs großen Themenbereiche der Ausstellung, die sich wie Sportler auf dem Feld zu einander positionierten. In der Kabine bot sich die Möglichkeit die aufgenommenen Informationen an umfangreichen Lesestationen zu vertiefen. In umfunktionierten Spinden konnten die Besucher eine Menge entdecken. So fanden sie hinter den Spindtüren persönliche Andenken, Pokale und Urkunden oder es erklangen Berichten und Interviews ehemaliger Bewohner des Durchgangslages Friedland, nachdem man eine Spindtür geöffnet hatte.

Für Museum Friedland, Friedland, Niedersachsen

Entwurf, Konzeption, Gestaltung, Produktion.

Mit Grabowski-Böll-GbR https://grabowski-boell.de/