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Atelier für Temporäre Architektur und Neue Medien

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75 Jahre Kriegsende
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75 Jahre Kriegsende

2020

– Ausstellung

Der 3. Mai 1945 stellte im Leben der Einwohnerinnen und Einwohner Oldenburgs in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt dar. Nach einer langen Zeit der Entbehrung und eines Lebens ohne Zukunftsperspektive, bedeutete dieses Datum sowohl Ende als auch Auftakt, Gewissheit und neue Unsicherheit, Erleichterung und auch Angst.

Was für die fanatischen Anhänger des NS-Regimes eine Niederlage darstellte, war für die vielen Zwangsarbeiter und unterdrückten Opfer des "Dritten Reichs" ein Jubeltag. Für den Großteil der Oldenburgerinnen und Oldenburger war dieses Ereignis, trotz der Ungewissheit über das, was vor Ihnen lag, eine Befreiung. Welche Bedeutung hat das Datum des Kriegsendes in den vergangenen 75 Jahren bis in die Gegenwart besessen? Veränderten sich individuelle Erinnerungen an die Ereignisse dieses Tages? Ist ein Wandel in der öffentlichen Erinnerungskultur festzustellen und hat dieser Tag für unsere Gesellschaft heute noch eine Aussage?

Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes in Oldenburg gestalteten und realisierten wir eine kleine Ausstellung und nutzen hierfür Räumlichkeiten der Villa des Stadtmuseums Oldenburg um. Unzählige persönliche Erinnerungsfragmente in Form von Texten, wie Briefen und Zeitungsartikeln, sowie Fotografien, Film- und Audiodokumente zeichnen mosaikhaft ein vielschichtiges und auch überraschendes Bild der Nachkriegszeit in Oldenburg.

Auftraggeber: Stadtmuseum Oldenburg Entwurf, Konzeption, Gestaltung, Produktion Alle Fotos: Effrosyni Kontogeorgou